Ein langes Wochenende stand vor der Tür. Das Wetter sollte laut Wetterbericht auch besser werden. Also nichts wie weg… Schließlich hat man den freien Montag zur Erholung.
Als Reiseziel wurde spontan die Benediktenwand ausgesucht. Frei nach dem Motto “der frühe Vogel fängt den Wurm” sind wir am Samstag gegen 5.30 Uhr in Regensburg gestartet. Die Autobahn war entsprechend leer und so konnten wir bereits gegen 8.30Uhr mit dem Aufstieg Richtung Tutzinger Hütte beginnen. Ausgangspunkt unserer Wanderung war das Alpenwarmbad in Benediktbeuren.
Durch das Lainbachtal ging der Weg stetig, jedoch leicht bergan.
Die angegebene Gehzeit von 2,5h konnten wir allerdings nicht ganz einhalten. Ein paar Fotopausen später erreichten wir die Tutzinger Hütte zur Mittagszeit und freuten uns auf ein frisches Radler ;)
Ursprünglich haben wir diesen Rucksack für Tages- bzw. Wochenendtouren angeschafft. Mit 32 Liter Volumen bietet er mehr als genug Platz für solche Gelegenheiten. Selbst der Helm für Klettersteigtouren kann problemlos im Netzfach transportiert werden.
Durch seine längliche Form eignet sich der Deuter Act Trail 32 speziell für große Personen.
Dank Hüftgurt und verstellbaren Schultergurten ist eine exakte und optimale Lastverteilung möglich. Der Hüftgurt fixiert den Rucksack körpernah und bietet aufgrund seines anatomischen Schnittes trotzdem genügend Bewegungsfreiheit. Zudem sorgt das Aircontact Rückensystem für Tragekomfort und guten Luftaustausch bei allen Bewegungen und in jedem Einsatzbereich. Egal ob auf dem Fahrrad, beim Wandern in den Bergen, beim Geocaching im Wald, zum Klettern in der Halle oder beim Bummeln in der Stadt. Der Rucksack macht immer eine gute Figur. Passt sich perfekt der Rückform an und ist somit super bequem zu tragen.
Er bietet genügend Stauraum im Hauptfach sowie zahlreichen kleineren Taschen. Durch die Zugänge in den Innenraum von vorn über einen Rundum- Reißverschluss oder von oben über einen Deckel und Kordelzug ist auch alles im Hauptfach schnell und problemlos zu finden und zu erreichen. Links daneben ist eine Reißverschluss- Seitentasche und rechts eine Netzseitentasche angebracht. Zudem gibt es im Deckel zwei Reißverschluss- Fächer. In einer weiteren kleinen Tasche am Hüftgurt lassen sich Kleinigkeiten, wie Geld oder Kaugummis schnell erreichbar aufbewahren. Auch die Außenseite des Rucksackes bietet jede Menge Befestigungsmöglichkeiten.
Am Wochenende hatten Outdoorbegeisterte die Gelegenheit ein großes Angebot an Zelten (u.a. Hilleberg, Helsport, Vaude, MSR, Mountain Hardware sowie Crux und Lightwave…) und Booten am Putterersee im Ennstal live zu sehen, auszuprobieren und sich Details der Produkte erklären zu lassen und zu vergleichen. Dazu standen neben dem Fliegfix Team auch diverse Aussteller zur Beratung zur Verfügung.
Besonders interessant war es den direkten Unterschied zwischen “Normal”-, Carbon- & Scandiumgestänge einmal live zu testen.
Am Nachmittag wurde mit Hilfe eines Flugzeuges der Zeltaufbau unter Sturmbedingungen vorgeführt.
Ein wichtiger Bestandteil einer jeden Winterausrüstung ist eine Schaufel. Diese wird häufiger benötigt als man denkt. Sei es das ausgraben der Abside beim Zeltaufbau oder das ausbutteln der Schneeheringe am nächsten Morgen. Bei Beispiel 2 sollte man spätestens dann wert auf eine stabile Ausführung der Schaufel legen. Es gibt am Markt genügend Modelle bei denen das Schaufelblatt aus Kunststoff besteht, aber damit Heringe aus dem Eis hacken möchte ich nicht ;D
Sie sind selbstverständlich leichter. Für dieses Einsatzgebiet meiner Ansicht nach allerdings nicht zu gebrauchen. Hier spielt die Grizzly ihre Stärken aus. Das Schaufelblatt aus Metall macht einen unverwüstlichen Eindruck. Selbst das aufhaken von Eis hat sie bisher bis auf ein paar normale Gebrauchsspuren problemlos überstanden.
Per Knopfdruck am Griff lassen sich an der Schaufel schnell 3 verschiedene Positionen einstellen.
1. Für den Transport am Rucksack oder auf der Pulka zusammen geklappt.
Man liest es häufig und es ist auch tatsächlich so. Oft besteht der Höhepunkt eines anstrengenden Tourtages aus dem Abendessen in freier Natur. Die Vorlieben bezüglich der Outdoorküche sind verschieden. Einer mag das ausführliche Kochritual mit “frischen” Zutaten, andere schütten lieber Wasser in eine Tüte um schnell fertig zu werden. Wir würden uns bei dieser Frage irgendwo dazwischen einordnen.
In der Berghütte kochen wir zum Beispiel lieber und geniessen die Zeit in der Einsamkeit. Im engeren Zelt sind wir dann über die Tütennahrung recht glücklich. Schnell muss nicht unbedingt unappetitlich bedeuten. Ganz im Gegenteil!
Auf der letzten Reise konnten wir die verschiedenen Fertiggerichte der Firma “Reiter” Tavellunch probieren.
Jägertopf, Zigeunertopf, Paella oder auch die vegetarischen Gerichte wie Nudeln in Kräutersauce und Risotto waren sehr lecker. Etwas salzig, aber genau das hat uns zu diesem Zeitpunkt sehr gut geschmeckt. Mit hochwertigen Zutaten und frei von Konservierungsstoffen. Man sieht es mir zwar nicht an, aber ich selbst gehöre zu den Leuten die abends auf Tour nicht sehr viel Hunger haben. Die “Single” Packung hat also völlig ausgereicht. Besseren Essern würde ich aber zur Doppelpackung raten. Die Hauptgerichte gibt es in diversen Sorten, da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei!
Schon vor einiger Zeit habe ich euch hier meine ersten Eindrücke geschildert. Nach nun bereits (bzw. leider erst) 2 Touren im kalten Norden muss ich keine der genannten postiven Eindrücke revidieren.
Der absolute Härtetest war die ca. 70km lange Scooterfahrt am Ende der letzten Tour. Trotz Sturm und dem kalten Fahrtwind hat die Jacke warm gehalten. Was will man also mehr. Wirklich einziger “Kritikpunkt” ist das große Packmass. Im Vergleich zu Caros Jacke. Diese lässt sich deutlich mehr komprimieren.
Auf Tour verteile ich aber die Jacke als letzte Schicht quer über die ganze Pulka, somit spare ich mir das verpacken nach jeder Nutzung im Packsack. Positiver Nebeneffekt, man kommt dadurch schnell heran. Meine Entscheidung bleibt. Ich würde mir die Jacke wieder kaufen.
Endlich ist es soweit. Mit dem Airportliner geht’s zum Flughafen München und von dort aus per Flieger über Stockholm Arlanda am nächsten morgen weiter nach Gällivare. Trotz unhandlichem Gepäck verläuft alles ohne Probleme, sogar die Gewichtsgrenze halten wir ein. Mit ca. 1,5h Verspätung erreichen wir Lappland Airport, wo bereits unser Taxi auf uns wartet.
Gepäck schnappen, verladen und ab zum Campingplatz. Dort angekommen beziehen wir eine sehr gut ausgestattet Hütte und bringen unser vorgeschicktes Paket wieder in unseren Besitz.
Etwas müde aber bester Laune starten wir anschließend eine Erkundungs- und Shoppingtour durch Gällivare. Der Bahnhof ist schnell gefunden. Dort checken wir sicherheitshalber nochmal den Fahrplan für den Bus nach Ritsem und dann führt uns der nächste Weg in der Intersport, um das Powerfuel für den Kocher zu erstehen. Zurück in unserem Quartier packen wir die Pulken für die Tour und sortieren die unnötigen Sachen in unser Paket, was wir am Campingplatz zurücklassen. Bestens vorbereitet wollen wir dann nur noch eins: Schlafen!


