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Dieses Wochenende wurden meine Füsse und Beine in Vorbereitung auf die Fjällräven Classics einer kleinen Bewährungsprobe unterzogen. Für dieses Unternehmen hatte ich mir bereits vor einem Monat einen Abschnitt auf dem Jurasteig ausgesucht. Der Jurasteig ist ein Rundweg von ca. 230km durch den Naturpark Bayrischer Jura. Aufgeteilt ist er in 12 Etappen zwischen 14 und 27km. Zudem gibt es 17 Schlaufenwege, die sich hervorragend für kurze Tagestouren eignen. Wieso also in die Ferne schweifen, wenn man einen Fernwanderweg direkt vor der Tür hat?

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Natürlich bin ich nicht die komplette Distanz angegangen, sondern hatte mir die ersten beiden Etappen für meinen Trainingslauf ausgewählt und wollte von Kelheim zurück nach Regensburg laufen. Eine grobe Abschätzung auf der Karte ließ mich von ca. 60km ausgehen. Das sollte erstmal genug sein für den Anfang.

Am Samstag war es endlich so weit. Das Wetter hätte besser kaum sein können – ich gebe zu ein paar Grad weniger hätten auch gereicht ;) Also hab ich meinen Deuter Act Trail mit Proviant, 4 Liter Wasser und diversen anderen Sachen, die man eben so dabei hat, wie Erste Hilfe Set, Regenklamotten – die hätte ich mir sparen können, uvm. Am Ende war sogar die Kamera im Gepäck – schließlich sollte das Gewicht des Rucksacks auch einigermaßen realistisch sein und so waren die 10kg schnell zusammen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fährt mich Tomie mit dem Auto zum Ausgangspunkt meiner Wanderung nach Kelheim.

Gegen 10Uhr sind wir am touristischen Zentrum Kelheims, der Schiffsanlegestelle. Der Rucksack ist schnell dort wo er hingehört und dann verabschiede ich mich bis zum Abend und mische mich unter den Besucherstrom entlang der Anlegestelle. Der Weg ist bestens markiert und so führen mich die Schilder quer durch die Innenstadt von Kelheim.

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Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit. Der Feiertag und somit das lange Wochenende wollte auch dieses Mal genutzt werden. Zusammen mit Martin (TheOtherFace) entschieden wir uns für den Watzmann als Reiseziel. Die Anreise am Mittwoch Abend ging alles andere als gut los. Regen, Regen und nochmals Regen. Alles andere als perfekte Voraussetzungen. Zusätzlich hatte es ein paar Tage vorher laut der Watzmannhaus Webcam noch Neuschnee gegeben.

Egal, jetzt waren wir einmal da, nun wollten wir auch da hoch ;) Donnerstag morgen startete ich mit Vorsprung und war bereits nach wenigen Höhenmetern froh, dass heute keine Sonne scheint. Mir war auch so warm genug. Mein Ziel war es das Watzmannhaus in unter 4 Stunden zu erreichen. Caro und Martin überholten mich zwar kurz vorm Ziel, trotzdem war ich mit der Zeit von 3:50h inkl. Pausen sehr zufrieden. Somit war die erste Etappe geschafft.

Als Geocacher musste natürlich der naheliegende Schatz (GCYRHO) gehoben werden. Auf dem Foto sieht man auch schön die Nebelsuppe durch die wir aufgestiegen sind. Von der Fotolocation aus war selbst das Watzmannhaus 2 Minuten später nicht mehr zu erkennen.

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Den Rest vom Tag verbrachten wir mit Quatschen, Karten zocken und ….

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Die Nacht im Bettenlager war angenehm erholsam und somit stand einem weiteren Aufstieg nix im Wege.
Das Wetter war noch immer nicht besser, also wurde das Frühstück bis zur Schmerzgrenze ausgedehnt. Schließlich wollten wir auf dem Gipfel auch in den Genuss der phantastischen Aussicht kommen.
Auch an diesem Tag sind die beiden anderen wie eine V1 Richtung Gipfel gestürmt. Naja, jeder in seinem Tempo. Ich genieße schließlich die Landschaft. Gut, in der Wolke ein blöder Spruch – aber was solls ;) Langsam aber stetig ging es den ersten Anstieg hinauf. Manch einer denkt (inkl. ich) da oben ist der höchste Punkt erreicht, dem ist aber nicht so. Nach dem ersten “Gipfel”, den man da so sieht, geht es noch ein ganzes Stück weiter.

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Ab diesem Zeitpunkt hatten wir Glück und die Wolken rissen auf. Schlagartig bestand Sonnenbrandgefahr. Durch Schneefelder die mich manchmal bis zur Hüfte verschlungen, kämpfte ich mich weiter Richtung Gipfelkreuz.

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Nach knapp 3 Stunden mit dieser Aussicht belohnt zu werden ist einfach traumhaft.

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Ein langes Wochenende stand vor der Tür. Das Wetter sollte laut Wetterbericht auch besser werden. Also nichts wie weg… Schließlich hat man den freien Montag zur Erholung.

Als Reiseziel wurde spontan die Benediktenwand ausgesucht. Frei nach dem Motto “der frühe Vogel fängt den Wurm” sind wir am Samstag gegen 5.30 Uhr in Regensburg gestartet. Die Autobahn war entsprechend leer und so konnten wir bereits gegen 8.30Uhr mit dem Aufstieg Richtung Tutzinger Hütte beginnen. Ausgangspunkt unserer Wanderung war das Alpenwarmbad in Benediktbeuren.

Durch das Lainbachtal ging der Weg stetig, jedoch leicht bergan.

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Die angegebene Gehzeit von 2,5h konnten wir allerdings nicht ganz einhalten. Ein paar Fotopausen später erreichten wir die Tutzinger Hütte zur Mittagszeit und freuten uns auf ein frisches Radler ;)

Anreise: 10.03.2010

Endlich ist es soweit. Mit dem Airportliner geht’s zum Flughafen München und von dort aus per Flieger über Stockholm Arlanda am nächsten morgen weiter nach Gällivare. Trotz unhandlichem Gepäck verläuft alles ohne Probleme, sogar die Gewichtsgrenze halten wir ein. Mit ca. 1,5h Verspätung erreichen wir Lappland Airport, wo bereits unser Taxi auf uns wartet.

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Gepäck schnappen, verladen und ab zum Campingplatz. Dort angekommen beziehen wir eine sehr gut ausgestattet Hütte und bringen unser vorgeschicktes Paket wieder in unseren Besitz.

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Etwas müde aber bester Laune starten wir anschließend eine Erkundungs- und Shoppingtour durch Gällivare. Der Bahnhof ist schnell gefunden. Dort checken wir sicherheitshalber nochmal den Fahrplan für den Bus nach Ritsem und dann führt uns der nächste Weg in der Intersport, um das Powerfuel für den Kocher zu erstehen. Zurück in unserem Quartier packen wir die Pulken für die Tour und sortieren die unnötigen Sachen in unser Paket, was wir am Campingplatz zurücklassen. Bestens vorbereitet wollen wir dann nur noch eins: Schlafen!

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(Hüttenthermometer – Rauhellern)

Passend zum Start in unsere lang erwarteten Weihnachtsferien hat es auch Deutschland kalt erwischt. Gesundheitlich noch etwas angeschlagen machen wir uns am 18.12. auf den Weg nach Berlin. Bereits nach 30km auf der Autobahn trübt sich unsere Aussicht – die Scheibenwaschanlage ist eingefroren, aber irgendwie kommen wir in Berlin an. Dort heißt es umladen.

Die Ausrüstung und 3 Leute finden ihren Platz im Auto und Snuffi übernimmt den Dienst am Lenkrad. Wir hätten auch kein Gepäckstück mehr mithaben dürfen, denn das Auto ist voll. Dafür ist aber nix auf dem Dach und somit recht angenehm während der Fahrt. Just in time erreichen wir die 22:30 Uhr Fähre in Sassnitz. Keine Sekunde später hätten wir am Terminal ankommen dürfen. Hinter uns geht die Klappe zu, die Trelleborg legt ab und wir uns auch.

In Schweden und Norwegen sind die Strassen geräumt und wir kommen gut voran. Gespannt behalten wir das Außenthermometer im Auge. Zeitweise sind es -21°C. Ganz schön kalt!

Im Downloadbereich befinden sich nun auch die GPS Tracks im GPX sowie im Mapsource Format.

Inkl. GPS Daten der Zeltplätze im Sinnivaggi sowie Kaffedalen. Auch die Schutzhütten und STF Hütten sind hinterlegt.

Und wer sich die Strecke nur mal so anschauen möchte kann dies über folgenden Link tun.

Routenverlauf  bei  Quickmaps


22.08.09 Die Anreise

Mit dem Auto ging es von Regensburg nach Sassnitz zur Fähre. Die Fahrt über die neue Ostseeautobahn sowie die neue Rügenbrücke stellte sich als sehr angenehm heraus. Nach nicht einmal 8 Stunden und einem Hörbuch später standen wir am Fährterminal. Hier mussten wir allerdings noch 3 Stunden auf die Fähre warten. Besser warten als verpassen dachten wir uns und versuchten noch etwas Schlaf zu bekommen.

Gegen 2.30 Uhr wurde der Schlaf in unserer Unterdeckkabine fortgesetzt. Die Überfahrt dauert zwar nur 4 Stunden, aber ein richtiges Bett ist nicht zu verachten. Der Aufpreis hierfür lag bei 30€ pro Fahrt für 2 Personen.

Weiter ging die Reise von Trelleborg nach Bromölla. Ein guter Freund + Familie wartete bereits hier auf uns. Damit war die Reisegruppe komplett. Ein lecker Abschlussgrillen und die letzte Nacht in einem richtigen Bett.

Am nächsten morgen war es dann soweit. Noch schnell gefrühstückt und von allen verabschiedet. Es lagen 1860km vor uns. Nikkaluokta unser Ziel. Gegen 9.00 Uhr hatten wir die ersten Kilometer hinter uns. An der Hauptstadt vorbei führte der Weg immer weiter Richtung Norden. Viele Orte waren uns schon aus früheren Reisen nach Schweden bekannt. Die ganze Strecke bis Kiruna kannten wir schon. Beim Abzweig Richtung Nikka betraten wir Neuland.


23.08.09 Weiterreise Nikka – Abisko – Abiskojaure

Gegen 7.00 Uhr rollten wir auf dem Parkplatz in Nikkaluokta ein. In der Nacht zuvor hatten wir kurz vor Kiruna noch schnell eine Stunde geschlafen. Keiner konnte bzw. wollte mehr fahren. Es war Nebel und Elche sowie Rentiere mussten wir nicht unbedingt im Auto haben. Zudem ist Tanken nachts mit Kreditkarte ohne Pincode dort oben nahezu unmöglich.

Der Bus nach Abisko sollte um 14.40 Uhr gehen. Wir hatten also noch ausgiebig Zeit zum Duschen, Frühstücken und Schlafen. Der Bus fuhr auch pünktlich nachdem wir die Fahrt wegen Unwissenheit um 12.15 Uhr verpasst hatten. Mit einmal umsteigen in Kiruna kamen wir pünktlich 16.00 Uhr an der Abisko Touriststation an.

Es regnete leicht und es sah auch nicht nach Besserung aus. Eigentlich sollte hier Endstation für diesen Tag sein. Wir fühlten uns aber FIT und so begann die Wanderung schon einen Tag früher. Nach dem obligatorischen Foto am Start waren die ersten Kilometer schnell vorbei. Landschaftlich hat dieser Teil nicht viel zu bieten. Birkenwald über Birkenwald. Die nächsten Tage entschädigen dafür umso mehr.

Es kam wie es kommen musste. Der wenige Schlaf und die lange Anreise forderten ihren Tribut. Mit der Zeit wurden die Knochen müder und der Rucksack schwerer. Es hatte zwar zwischenzeitlich aufgehört mit regnen aber an Büschen und Sträuchern entlang des Weges wurden unsere Hosen immer nasser und nasser. Die Gamaschen haben wir gut verstaut im Rucksack rumgetragen, statt sie anzuziehen – Faulheit muss eben bestraft werden.

Ca. 4 Stunden später erreichten wir unser Tagesziel – Abiskojauche.

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Das Zelt stand sehr schnell. Die nassen Klamotten wurden umgehend in den Trockenraum verbannt. Im Servicehaus noch schnell gemütlich im Trockenen bei Kerzenschein die erste Tütenmahlzeit zubereitet und dann nichts wie in den Schlafsack.