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Auf keiner unserer Reisen fehlt der Fotoapparat. Schließlich stecken in jedem Foto meist schöne Erinnerungen. Zur kompletten Fotoausrüstung gehört für mich auch ein Stativ. Sei es für Langzeitbelichtungen, HDR Aufnahmen oder für die Bilderserie zum Erstellen eines Panoramas. Es gibt viele Situationen wo ich auf ein Stativ nicht verzichten möchte.
Leider musste ich das aber bisher aus einem einzigen Grund: die Stative waren zu schwer. Zumindest die, die eine DSLR stabil tragen können ohne beim kleinsten Windstoss umzufallen. Gute Stative wiegen dann schon oft um die 2kg. Man kauft sich viele Dinge um das Rucksackgewicht auf längeren Touren zu minimieren. Da passt ein 2kg Stativ mit unhandlicher Transportgröße nicht ins Konzept. Gut eine DSLR auch nicht, aber diesen Luxus gönne ich mir.
Lange habe ich gesucht. Für die ersten Versuche entschied ich mich für einen Gorillapod. Leicht und in gewissen Situationen auch gut zu gebrauchen. Im schwedischen Fjäll oder auf Wintertour fehlten hierbei allerdings die nötige Höhe und die Befestigungsmöglichkeiten. Es ist einfach umständlich sich immer erst den passenden Platz suchen zu müssen.
Weiter ging die Suche. Fündig bin ich bei der Firma Benro geworden. Ein Carbonstativ inkl. Kugelkopf und Schnellwechselplatte. Die technischen Details haben überzeugt und das Stativ musste ich mir einfach näher anschauen.
Hier die nakten Daten im Überblick inkl. aufgeschraubtem Kugelkopf:
Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit. Der Feiertag und somit das lange Wochenende wollte auch dieses Mal genutzt werden. Zusammen mit Martin (TheOtherFace) entschieden wir uns für den Watzmann als Reiseziel. Die Anreise am Mittwoch Abend ging alles andere als gut los. Regen, Regen und nochmals Regen. Alles andere als perfekte Voraussetzungen. Zusätzlich hatte es ein paar Tage vorher laut der Watzmannhaus Webcam noch Neuschnee gegeben.
Egal, jetzt waren wir einmal da, nun wollten wir auch da hoch ;) Donnerstag morgen startete ich mit Vorsprung und war bereits nach wenigen Höhenmetern froh, dass heute keine Sonne scheint. Mir war auch so warm genug. Mein Ziel war es das Watzmannhaus in unter 4 Stunden zu erreichen. Caro und Martin überholten mich zwar kurz vorm Ziel, trotzdem war ich mit der Zeit von 3:50h inkl. Pausen sehr zufrieden. Somit war die erste Etappe geschafft.
Als Geocacher musste natürlich der naheliegende Schatz (GCYRHO) gehoben werden. Auf dem Foto sieht man auch schön die Nebelsuppe durch die wir aufgestiegen sind. Von der Fotolocation aus war selbst das Watzmannhaus 2 Minuten später nicht mehr zu erkennen.
Den Rest vom Tag verbrachten wir mit Quatschen, Karten zocken und ….
Die Nacht im Bettenlager war angenehm erholsam und somit stand einem weiteren Aufstieg nix im Wege.
Das Wetter war noch immer nicht besser, also wurde das Frühstück bis zur Schmerzgrenze ausgedehnt. Schließlich wollten wir auf dem Gipfel auch in den Genuss der phantastischen Aussicht kommen.
Auch an diesem Tag sind die beiden anderen wie eine V1 Richtung Gipfel gestürmt. Naja, jeder in seinem Tempo. Ich genieße schließlich die Landschaft. Gut, in der Wolke ein blöder Spruch – aber was solls ;) Langsam aber stetig ging es den ersten Anstieg hinauf. Manch einer denkt (inkl. ich) da oben ist der höchste Punkt erreicht, dem ist aber nicht so. Nach dem ersten “Gipfel”, den man da so sieht, geht es noch ein ganzes Stück weiter.
Ab diesem Zeitpunkt hatten wir Glück und die Wolken rissen auf. Schlagartig bestand Sonnenbrandgefahr. Durch Schneefelder die mich manchmal bis zur Hüfte verschlungen, kämpfte ich mich weiter Richtung Gipfelkreuz.
Nach knapp 3 Stunden mit dieser Aussicht belohnt zu werden ist einfach traumhaft.
Ein langes Wochenende stand vor der Tür. Das Wetter sollte laut Wetterbericht auch besser werden. Also nichts wie weg… Schließlich hat man den freien Montag zur Erholung.
Als Reiseziel wurde spontan die Benediktenwand ausgesucht. Frei nach dem Motto “der frühe Vogel fängt den Wurm” sind wir am Samstag gegen 5.30 Uhr in Regensburg gestartet. Die Autobahn war entsprechend leer und so konnten wir bereits gegen 8.30Uhr mit dem Aufstieg Richtung Tutzinger Hütte beginnen. Ausgangspunkt unserer Wanderung war das Alpenwarmbad in Benediktbeuren.
Durch das Lainbachtal ging der Weg stetig, jedoch leicht bergan.
Die angegebene Gehzeit von 2,5h konnten wir allerdings nicht ganz einhalten. Ein paar Fotopausen später erreichten wir die Tutzinger Hütte zur Mittagszeit und freuten uns auf ein frisches Radler ;)
Ein wichtiger Bestandteil einer jeden Winterausrüstung ist eine Schaufel. Diese wird häufiger benötigt als man denkt. Sei es das ausgraben der Abside beim Zeltaufbau oder das ausbutteln der Schneeheringe am nächsten Morgen. Bei Beispiel 2 sollte man spätestens dann wert auf eine stabile Ausführung der Schaufel legen. Es gibt am Markt genügend Modelle bei denen das Schaufelblatt aus Kunststoff besteht, aber damit Heringe aus dem Eis hacken möchte ich nicht ;D
Sie sind selbstverständlich leichter. Für dieses Einsatzgebiet meiner Ansicht nach allerdings nicht zu gebrauchen. Hier spielt die Grizzly ihre Stärken aus. Das Schaufelblatt aus Metall macht einen unverwüstlichen Eindruck. Selbst das aufhaken von Eis hat sie bisher bis auf ein paar normale Gebrauchsspuren problemlos überstanden.
Per Knopfdruck am Griff lassen sich an der Schaufel schnell 3 verschiedene Positionen einstellen.
1. Für den Transport am Rucksack oder auf der Pulka zusammen geklappt.
Man liest es häufig und es ist auch tatsächlich so. Oft besteht der Höhepunkt eines anstrengenden Tourtages aus dem Abendessen in freier Natur. Die Vorlieben bezüglich der Outdoorküche sind verschieden. Einer mag das ausführliche Kochritual mit “frischen” Zutaten, andere schütten lieber Wasser in eine Tüte um schnell fertig zu werden. Wir würden uns bei dieser Frage irgendwo dazwischen einordnen.
In der Berghütte kochen wir zum Beispiel lieber und geniessen die Zeit in der Einsamkeit. Im engeren Zelt sind wir dann über die Tütennahrung recht glücklich. Schnell muss nicht unbedingt unappetitlich bedeuten. Ganz im Gegenteil!
Auf der letzten Reise konnten wir die verschiedenen Fertiggerichte der Firma “Reiter” Tavellunch probieren.
Jägertopf, Zigeunertopf, Paella oder auch die vegetarischen Gerichte wie Nudeln in Kräutersauce und Risotto waren sehr lecker. Etwas salzig, aber genau das hat uns zu diesem Zeitpunkt sehr gut geschmeckt. Mit hochwertigen Zutaten und frei von Konservierungsstoffen. Man sieht es mir zwar nicht an, aber ich selbst gehöre zu den Leuten die abends auf Tour nicht sehr viel Hunger haben. Die “Single” Packung hat also völlig ausgereicht. Besseren Essern würde ich aber zur Doppelpackung raten. Die Hauptgerichte gibt es in diversen Sorten, da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei!
Schon vor einiger Zeit habe ich euch hier meine ersten Eindrücke geschildert. Nach nun bereits (bzw. leider erst) 2 Touren im kalten Norden muss ich keine der genannten postiven Eindrücke revidieren.
Der absolute Härtetest war die ca. 70km lange Scooterfahrt am Ende der letzten Tour. Trotz Sturm und dem kalten Fahrtwind hat die Jacke warm gehalten. Was will man also mehr. Wirklich einziger “Kritikpunkt” ist das große Packmass. Im Vergleich zu Caros Jacke. Diese lässt sich deutlich mehr komprimieren.
Auf Tour verteile ich aber die Jacke als letzte Schicht quer über die ganze Pulka, somit spare ich mir das verpacken nach jeder Nutzung im Packsack. Positiver Nebeneffekt, man kommt dadurch schnell heran. Meine Entscheidung bleibt. Ich würde mir die Jacke wieder kaufen.
Wie im Reisebericht unserer Weihnachtstour kurz erwähnt, hatten wir Probleme mit unserem Kocher. Naja, eher mit dem Unterstand. Aus Gewichtsgründen hatten wir ein relativ kleines Schneidbrett mitgenommen. Dies hat sich als Fehler herausgestellt. Viel zu wackelig und der Kocher rutschte darauf beim regulieren hin und her.
Eine der ersten Amtshandlungen im neuen Jahr war es hier Abhilfe zu schaffen. Schließlcih steht die nächste Tour schon in den Startlöchern. Die Idee stammt nicht von uns aber das Prinzip war sehr einfach uns kostengünstig nachzubauen.
Verwendet wurde eine 40 x 21cm große Sperrholzplatte mit einer Dicke von 5mm.
3 kleine Schrauben sorgen dafür das der Kocher an seinem Platz bleibt und das Regeln des Novas nun auch ohne schweren Topf darauf funktioniert. Auch der Windschutz findet seinen Standplatz auf dem Brett und ein Einsinken im Schnee wird damit verhindert.
Die Materialkosten von ca. 5€ kann man hier wirklich vernachlässigen :) Wenig Geld – viel Nutzen!


