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Nachdem Caro ihre Erlebnisse geschildert hat möchte ich meine nicht vorenthalten. Schließlich hatte ich auch mehr Zeit die einen oder anderen Dinge etwas kritischer zu betrachten.
Samstag, 07.08.2010
Kurz vor 9.00Uhr winkte ich Caro noch einmal zu und wünschte ihr viel Erfolg für ihr Vorhaben. Ich selbst reihte mich dann weiter hinten ein, denn ich hatte es nicht ganz so eilig. Auch wollte ich nicht gleich auf den ersten Metern überrannt werden. Da mein persönliches Ziel war bei dieser Veranstaltung „Gold“ zu erreichen, konnte ich aber auch nicht rumtrödeln. Eine konstante Geschwindigkeit gemischt mit regelmäßigen Pausen war der Plan. Erfahrungen mit Strecken über 25km konnte ich noch keine sammeln. Somit war das meine Premiere. Mir war eigentlich nur eins klar. Ich muss meinen Stiefel laufen und mich nicht von anderen ablenken lassen. Gesagt getan…. Pünktlich um 9 ging es auf die Strecke und man stapfte mit den Massen in einer Reihe.
Keine 5km später am Bootsanleger hatte sich das Feld schon deutlich in die Länge gezogen und es gab bereits die einen oder anderen Momente, die man für sich alleine hatte. Auf der Tour vor den Classics hatte ich mir meine Achillessehne entzündet. Diese stellte zum jetzigen Zeitpunkt meine einzige Sorge dar. Zum Glück hat die Behandlung in den Ruhetagen vorher gefruchtet und in den Trailrunnern (INOV8) gab es keine großen Probleme. 2 Stunden später waren bereits die ersten 10km gelaufen und es wurde Zeit für eine Pause. Nicht zu schnell auspowern. Das erste Polarbröd wurde genossen und der Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Obwohl ich weiter wollte, zwang ich mich die Pause auf 20 Minuten auszudehnen. Diese Taktik sollte sich später echt bezahlt machen.
Die letzte längere Tour liegt nun schon ein paar Monate zurück. Es wird also Zeit den Rucksack wieder zu packen und die Wanderschuhe zu schnüren. Gesagt getan!
Ab Freitag diese Woche sind wir beide im hohen Norden unterwegs. Reisebericht & Fotos wie immer am Anschluss. Somit kann ich das ganze mit meinem Lieblingsatz beenden:
Wir sind dann mal wech…… ;)
Unser Fazit nach dem ersten Besuch auf der OutDoor ist durchweg positiv. Wir konnten viele neue Kontakte knüpfen und bestehende pflegen. Für Outdoorinteressierte ist diese Messe eine absolute Reizüberflutung. In 2 Tagen haben wir es leider nicht ansatzweise geschafft alle Stände wirklich intensiv aus der Nähe zu betrachten.
Ein paar Neuigkeiten möchten wir euch aber trotzdem kurz vorstellen.
Hilleberg präsentierte mit dem Saitaris ein neues Zelt, welches die Vorteile von Geodät und Tunnelzelt vereint. Das 4 Personenzelt dürfte für die Winterwanderer unter uns ein Highlight darstellen. Von der Messe haben wir euch für den ersten Eindruck ein paar Bilder des Zeltes mitgebracht.
Technische Details:
Mit der Eden Zeltserie richtet sich die Firma GoLite an alle, die ihr Rucksackgewicht weiter nach unten drücken wollen. Für Solowanderer stellt eben auch das Zelt meist mit die schwerste Postion auf der Packliste dar. Wer aber wie ich trotzdem gerne in einem richtigen Zelt schlafen möchte und nicht unter einem Tarp, der sollte sich das Eden 1 mal genauer anschauen. Schließlich bringt das komplette Zelt inkl. Gestänge, Heringen und Packsack gerade einmal 1540g auf die Waage. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an GoLite und die Bergfreunde für diese Testmöglichkeit.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Eden 1 (1035g):
- 3 DAC Featherlite 9mm Gestänge (340g)
- 12 Heringe von DAC (165g)
technische Details:
- Packmaß: 52 * 14 * 10cm
- Material Außenzelt: silikonisiertes 15 Denier Ripstop-Nylon mit einer Wassersäule von 1200mm
- Material Innenzelt: 20 Denier Polyester No-See-Um Mesh
- Material Boden: 70 Denier 190T Nylon Teffeta mit einer Wassersäule von 3000mm
- Länge Innenzelt: 254cm
- Breite Innenzelt: an der breitesten Stelle 94cm
- Höhe Innenzelt: 114cm
Aufbau:
Der erste Aufbau im Garten gestaltete sich sehr einfach. Wer im übrigen die Bedienungsanleitung sucht, wird im Packbeutel fündig. Diese ist dort eingenäht. Ist mir allerdings erst auf dem zweiten Blick aufgefallen. Kommen wir zurück zum Aufbau. Wie bei jedem Tunnelzelt werden alle Gestänge nach und nach eingefädelt. Durch die farbliche Markierung der Gestänge und der jeweiligen Gestängekanäle ist das schnell korrekt erledigt.
Die OutDoor öffent nun bereits zum 17. mal ihre Pforten vom
15. – 18. Juli in Friedrichshafen für Fachbesucher.
In den letzten Jahren konnten wir das Treiben nur über die Medien verfolgen. In diesem Jahr sind wir selbst am Start und können uns ein Bild über die unzähligen Angebote und Neuentwicklungen am Markt machen.
Leider steht uns nur die Zeit von Freitag Abend bis Sonntag zur Verfügung. Es wird also ein enger Zeitplan. Schließlich gilt es möglichst viel zu entdecken.
Wir freuen uns auf die Messe und auch darauf neue Bekanntschaften zu schließen und alte Bekannte wieder zu treffen.
Für alle IPhone und IPod Touch Besitzer gibt es mit der OutDoor App einen kostenlosen und nützlichen Begleiter. Hallenplan, Programmübersicht und Händlerverzeichnis im praktischen Taschenformat.
Auf keiner unserer Reisen fehlt der Fotoapparat. Schließlich stecken in jedem Foto meist schöne Erinnerungen. Zur kompletten Fotoausrüstung gehört für mich auch ein Stativ. Sei es für Langzeitbelichtungen, HDR Aufnahmen oder für die Bilderserie zum Erstellen eines Panoramas. Es gibt viele Situationen wo ich auf ein Stativ nicht verzichten möchte.
Leider musste ich das aber bisher aus einem einzigen Grund: die Stative waren zu schwer. Zumindest die, die eine DSLR stabil tragen können ohne beim kleinsten Windstoss umzufallen. Gute Stative wiegen dann schon oft um die 2kg. Man kauft sich viele Dinge um das Rucksackgewicht auf längeren Touren zu minimieren. Da passt ein 2kg Stativ mit unhandlicher Transportgröße nicht ins Konzept. Gut eine DSLR auch nicht, aber diesen Luxus gönne ich mir.
Lange habe ich gesucht. Für die ersten Versuche entschied ich mich für einen Gorillapod. Leicht und in gewissen Situationen auch gut zu gebrauchen. Im schwedischen Fjäll oder auf Wintertour fehlten hierbei allerdings die nötige Höhe und die Befestigungsmöglichkeiten. Es ist einfach umständlich sich immer erst den passenden Platz suchen zu müssen.
Weiter ging die Suche. Fündig bin ich bei der Firma Benro geworden. Ein Carbonstativ inkl. Kugelkopf und Schnellwechselplatte. Die technischen Details haben überzeugt und das Stativ musste ich mir einfach näher anschauen.
Hier die nakten Daten im Überblick inkl. aufgeschraubtem Kugelkopf:
Am letzten Wochenende war es mal wieder soweit. Der Feiertag und somit das lange Wochenende wollte auch dieses Mal genutzt werden. Zusammen mit Martin (TheOtherFace) entschieden wir uns für den Watzmann als Reiseziel. Die Anreise am Mittwoch Abend ging alles andere als gut los. Regen, Regen und nochmals Regen. Alles andere als perfekte Voraussetzungen. Zusätzlich hatte es ein paar Tage vorher laut der Watzmannhaus Webcam noch Neuschnee gegeben.
Egal, jetzt waren wir einmal da, nun wollten wir auch da hoch ;) Donnerstag morgen startete ich mit Vorsprung und war bereits nach wenigen Höhenmetern froh, dass heute keine Sonne scheint. Mir war auch so warm genug. Mein Ziel war es das Watzmannhaus in unter 4 Stunden zu erreichen. Caro und Martin überholten mich zwar kurz vorm Ziel, trotzdem war ich mit der Zeit von 3:50h inkl. Pausen sehr zufrieden. Somit war die erste Etappe geschafft.
Als Geocacher musste natürlich der naheliegende Schatz (GCYRHO) gehoben werden. Auf dem Foto sieht man auch schön die Nebelsuppe durch die wir aufgestiegen sind. Von der Fotolocation aus war selbst das Watzmannhaus 2 Minuten später nicht mehr zu erkennen.
Den Rest vom Tag verbrachten wir mit Quatschen, Karten zocken und ….
Die Nacht im Bettenlager war angenehm erholsam und somit stand einem weiteren Aufstieg nix im Wege.
Das Wetter war noch immer nicht besser, also wurde das Frühstück bis zur Schmerzgrenze ausgedehnt. Schließlich wollten wir auf dem Gipfel auch in den Genuss der phantastischen Aussicht kommen.
Auch an diesem Tag sind die beiden anderen wie eine V1 Richtung Gipfel gestürmt. Naja, jeder in seinem Tempo. Ich genieße schließlich die Landschaft. Gut, in der Wolke ein blöder Spruch – aber was solls ;) Langsam aber stetig ging es den ersten Anstieg hinauf. Manch einer denkt (inkl. ich) da oben ist der höchste Punkt erreicht, dem ist aber nicht so. Nach dem ersten “Gipfel”, den man da so sieht, geht es noch ein ganzes Stück weiter.
Ab diesem Zeitpunkt hatten wir Glück und die Wolken rissen auf. Schlagartig bestand Sonnenbrandgefahr. Durch Schneefelder die mich manchmal bis zur Hüfte verschlungen, kämpfte ich mich weiter Richtung Gipfelkreuz.
Nach knapp 3 Stunden mit dieser Aussicht belohnt zu werden ist einfach traumhaft.




