Da auf der kommenden Tour im März die Anreise per Flugzeug erfolgt, musste ein Packsack für die Pulka her. Kaufen haben wir schnell abgelehnt, da recht teuer. Also selber bauen! Leichter gesagt als getan.

Der Plan stand schnell… zumindest in meinem Kopf. Mit ein wenig Unterstützung aus dem Forum war der nächste Schritt Tomies Order bei Extremtextil: Condura – 500den – PU-beschichtet, Gurtband 40mm, Gurtband 20mm, Steckschließen, Garn und die passenden Nähmaschinennadeln. Eine Woche später hielten wir die Ware in unseren Händen. Aber die Realisierung ließ auf sich warten.

Zunächst musste noch eine Nähmaschine her. Mutti ist eben die Beste und stellt ihre für diesen Zweck zur Verfügung. Kleine Nähmaschineneinführung inklusive.

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Dieses Wochenende habe ich mich ganz diesem Projekt gewidmet – Ausgang ungewiss.

Als erstes hab ich mit der Pulka Maß genommen und das Condura großzügig zugeschnitten. Ganz unter dem Motto: lieber etwas zu groß als zu klein! Danach wurde die Position für die Gurtbänder festgelegt und angezeichnet. Mit Stecknadeln war schnell alles angeheftet und dann sollte es an die Maschine gehen. Die Nadel war fix getauscht – etwas zu fix. Nämlich falsch rum! Nach ca. einer halben Stunde Oberfadenspannung einstellen, half nur noch der Telefonjoker. Das Handbuch hat den Fehler aufgedeckt und die Nadel fand endlich die richtige Position… wie gut das auf einmal funktioniert ;-)

Noch etwas unkoordiniert wurde das Gurtband an der gewünschten Position fixiert. Bevor ich mich dem zweiten Band widmen konnte, war bereits das erste Mal auftrennen angesagt… denn innen macht das Gurtband wenig Sinn. Zurück auf Los: noch mal das Band auf der richtigen Seite anheften und festnähen.

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Gerade Nähte können ganz schön schwierig sein, aber einen Schönheitspreis sollen die Säcke ja nicht gewinnen. Hauptsache es hält und das tut es.

Jetzt zum schwierigsten Part: dem Boden. Zunächst eine Doppelnaht. Prinzipiell hätte das genügt, aber mein Plan sah anderes vor: rechts und links eine Ecke umlegen und dann am Boden fixieren. Wie beim Geschenk einpacken. Damit ein rechteckiger Boden entsteht – für elegantere Lösungen bin ich selbstverständlich aufgeschlossen! Die Umsetzung war etwas fummelig, aber hat funktioniert – die Nähte sollte man jedoch nicht so genau anschauen O.O

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Die Doppelnaht auf der Oberseite des Sackes war schnell gemacht.

Als Verschluss dient das 20mm Gurtband mit Steckschnalle. An der Öffnung des Sackes wurde dazu einfach der Stoff doppelt umgelegt und das Gurtband inklusive Schnalle angesteckt und dann festgenäht. So ist der Verschluss recht stabil und lässt sich gut einrollen.

Im letzten Arbeitsgang wurden noch die Schnallen an das dickere Gurtband genäht – hätte man natürlich auch zuerst machen können!

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FAZIT: Nähmaschinen beißen nicht! Aus Fehlern kann man ne Menge lernen!

Der zweite Sack ging viel einfacher von der Hand und mit halbiertem Garnverbrauch ;-)

Das nächste Nähprojekt kann kommen. Dann auch mit geraden Nähten. Versprochen!

4 Responses to “MYOG Pulkatransportsack – Nähmaschine die Erste”

  • Sieht doch hervorragend aus. Respekt! Aber eine Nahaufnahme der Nähte würde ich schon gerne sehen ;)

  • CATHOHI:

    Na da müssen wir uns mal paar schöne stellen aussuchen :)

  • Der Transportsack für Eure Pulka sieht sehr durchdacht und stabil aus … Ich werde meine Pulka in der nächsten Woche auf dem Flug nach Norwegen wieder einmal einfach so mitschicken. Nur die Kufen etwas abgeklebt und das war’s dann.

    Und, wie laufen die sonstigen Vorbereitungen für Schweden?

    Grüsse, Martin

  • Sieht echt klasse aus! Meine ersten MYOG Versuche waren einfache kleine Stuff sacks, und danach kann man sich an größere Projekte wagen. Meine Nähte sind trotzdem noch nicht sooo gut!

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