Die zweite Haut für alle Situationen. Egal ob auf Berg- oder Trekkingtouren, die Jacke darf bei mir nicht fehlen. Auch beim Radfahren macht die Haglöfs LIM Ozone Q Jacket eine gute Figur.
Auf der Suche nach einer 3-Lagen-Gore-Tex Jacke, die auch bei langen Rucksacktouren nicht schwach macht, sind wir relativ schnell bei Haglöfs gelandet. Im Sortiment von Haglöfs gibt es ein paar Modelle, die in Frage gekommen wären. Beim probieren sind allerdings nahezu alle Jacken mit Belüftungsreißverschlüssen unter den Armen durchgefallen. Ob wohl dies ein praktisches Feature ist, waren die Reißverschlüsse speziell mit Rucksack sehr unangenehm. Deshalb bin ich schnell davon abgekommen. Zudem ist die Haglöfs LIM Ozone Q Jacket mit 315g (Größe M) ein echtes Leichtgewicht – ohne die Nachteile von Packlite. Außerdem empfinde ich sie als leise. Natürlich raschelt sie auch bei manchen Bewegungen. Das Haglöfs außerdem die besten Kapuzen macht, ist sowieso allgemein bekannt. Durch Gummizüge lässt diese sich dank 3D Verstellung perfekt an den Kopf und die Frisur anpassen ;-)
Technische Daten:
- Material: 3-Lagen-GoreTex Pro Shell, 100% Polyamid (Extrem leichtes 20D Gewebe mit Mini-Ripstop Struktur. Hoch komprimierbar, weich und raschelfrei. Robust.)
- Membran: ePTFE
- Gewicht: ca. 315g (Größe M)
- wasserresistenter 2-Wege-Reißverschluss
- einrollbare, 3-dimensional verstellbare Kapuze mit laminiertem Schirm
- versetzte Schulter- und Seitennähte eliminieren unnötige Reibung
- gewichtsparende Schnittmustertechnik mit minimaler Anzahl an Nähten
- Schulterpartien mit Gorilla-Grip Verstärkung
- vorgeformte Ärmel
- laminierte Fronttaschen mit wasserresistenten Reißverschlüssen und integrierter Ventilation
- laminierter, verstellbarer Jackenbund mit Schnürzug
- Bündchen mit Klettverschluss
- Schulterbereich verstärkt
Mit gewohnter Skepsis wurde die Jacke direkt unter der Dusche getauft. Nachdem die Wasserdichte bewiesen war folgte das Probetragen mit Schulterlasten. Am Ende wurde die Jacke für gut befunden. Doch die echte Bewährungsprobe sollte erst noch folgen.
Im schottischen Dauerregen hat die Haglöfs LIM Ozone Q Jacket diese mehr oder weniger gut bestanden. Trotz 18kg auf den Schultern hat es keinen Wassertropfen an den hart belasteten Stellen durchgedrückt. Einzige Schwachstelle – die Reißverschlüsse der Seitentaschen. In den Taschen haben sich bei starkem Regen von vorn kleine Wasserpfützen gesammelt. Da die Taschen zur zusätzlichen Belüftung genutzt werden können und deshalb innen nur aus einem Netzgewebe bestehen, bedeutet Wasser in den Taschen immer auch Feuchtigkeit für die Sachen darunter. Es ist nicht so, dass man ertrinkt, aber eben nicht besorders angenehm ;-) Also vorsicht bei Regen von vorn.
Bezüglich Trocknen ist sie auch recht schnell – über Nacht ist alles wieder frisch. Aber selbst, wenn man keine Möglichkeit hat die Jacke über Nacht zu trocknen, ist man am nächsten Tag noch gut geschützt.
Aber nicht nur im Regen ist die Jacke in ihrem Element, sondern auch bei Wind ist man perfekt geschützt. Selbst bei 5-10°C reicht mir selbst bei starkem Wind ein langes Funktionsshirt unter der Jacke, ohne dass es kalt wird. Natürlich leistet der Rucksack am Rücken auch seinen Wärmebeitrag. In Kombination mit einem Fleece wird es noch kuscheliger – für die Frostbeulen unter uns ;-)
In Sachen Atmungsaktivität lässt sie auch keine Wünsche offen. Funktioniert. Natürlich nur bis zu einem gewissen Feuchtigkeitsgrad der Außenschicht. Starke “Schwitzer” sollten wenn möglich allerdings die Seitentaschen zur Ventilation öffnen.
Ich möchte die Haglöfs LIM Ozone Q Jacket nicht mehr missen – die muss einfach mit!
FAZIT: Absolutes Muss gegen Wind und Wasser auf allen Touren oberhalb des Gefrierpunktes mit ein paar “Wermutstropfen” in den Taschen!


