Wer lange in der Einsamkeit unterwegs ist, muss soweit man sich nicht vom Sammeln und Jagen ernähren will, die Verpflegung akribisch planen. Schließlich will man nicht allein fürs Futter 20kg im Rucksack reservieren. Gewicht ist ein Aspekt, Platz der nächste. Da man an der frischen Luft und zu Fuß mit Gepäck auch ordentlich Energie braucht und nicht jeder täglich Nudeln unterwegs auf dem Speiseplan haben möchte, kommt man über kurz oder lang irgendwann zu Outdoor Trockengerichten. Man sollte den Energiebedarf auf Trekkingtouren nicht unterschätzen und deshalb pro Tag zwischen 2000 und 3000 kcal einplanen. Die meisten Trekkingmahlzeiten decken mit 400 bis 700 kcal ca. ein viertel des Tagesbedarfs. Anfangs war ich ziemlich skeptisch, was diese Produkte angeht. Schließlich gibt es diverse Fertignahrung im Supermarkt – allerdings nicht so gehaltvoll.
Auf dem Markt werden alle erdenklichen Gerichte von diversen Herstellern angeboten. Unweigerlich stößt man bei intensiver Recherche auch auf Drytech Real Turmat. Ein norwegisches Produkt. Das Sortiment reicht von vegetarischen bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten.
Folgende Sorten sind von Drytech Real Turmat verfügbar:
- BEEF STEW (146 g ergibt ca. 500 g, 692 kcal)
- BEEF AND POTATO CASSEROLE (114 g ergibt ca. 500 g, 585 kcal)
- WOLFFISH AND ARCTIC PRAWNS IN DILL SAUCE (140 g ergibt ca. 500 g, 614 kcal)
- PASTA VEGETARIAN (97 g ergibt ca. 500 g, 300 kcal)
- SWEET’N SOUR CHICKEN (140 g ergibt ca. 500 g, 590 kcal)
- PASTA BOLOGNESE (140 g ergibt ca. 500 g, 605 kcal)
- CHICKEN CURRY (150 g ergibt ca. 500 g, 690 kcal)
- POD AND POTATO CASSEROLE (108 g ergibt ca. 500 g, 512 kcal)
- CHILLI CON CARNE (160 g ergibt ca. 500 g, 685 kcal)
- GAME CASSEROLE (121 g ergibt ca. 500 g, 586 kcal)
- PASTA PROVENCE (154 g ergibt ca. 500 g, 713 kcal)
Außerdem gibt es 2 Müslis:
- CEREAL (118 g ergibt ca. 350 g, 433 kcal)
- SUNSHINE CEREAL (98 g ergibt ca. 350 g, 375 kcal)
Preislich sind die Hauptgerichte mit ca. 7 bis 9€ jedoch alles andere als ein Schnäppchen.
Dafür ist die Zubereitung direkt in der Tüte ein Kinderspiel. Man braucht lediglich kochendes Wasser und einen Löffel. Hier das 1×1 des Real Turmat Zubereitens:
- Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Zeit kann man nutzen um das bevorzugte Tagesgericht auszuwählen ;-)
- Den Boden aufklappen, Tüte oberhalb des Zippers aufreißen und standfest auf den Boden stellen (oder Tisch, wenn man diesen Luxus hat).
- Das heiße Wasser bis zur Fülllinie einfüllen.
- Ordentlich umrühren bis alles im Wasser gelöst ist.
- Die Tüte am Zipper verschließen und das Gericht ca. 5 Minuten ziehen lassen.
- Gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen, um die Konsistenz an die persönlichen Vorlieben anzupassen.
- Jetzt kann gegessen werden: Mahlzeit!
Der Aufwasch ist auch schnell erledigt. Tüte mit etwas Wasser ausspülen und dann luftdicht verschlossen in den Müllbeutel packen. Den Löffel auch mal kurz ins Wasser halten – fertig!
Kommen wir aber nun zum wichtigsten Kriterium – dem Geschmack. Auf unserer Schwedentour hatte wir die Gelegenheit uns durch das Sortiment der Hauptgerichte zu futtern. Das einstimmige Urteil lautet: echt lecker und extrem empfehlenswert. Welche Sorte dabei am besten abschneidet hängt allerdings von den jeweiligen kulinarischen Vorlieben ab. Mein Favorit ist die „Dorsch und Kartoffel Kasserolle“. Tomie’s Nummer eins ist hingegegen „Hühnchen süß sauer“. Aber über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten! Die Gerichte haben immer nach dem geschmeckt, was die Verpackung versprochen hat. Dazu sind sie wirklich gut gewürzt, was man von anderen Herstellern nicht unbedingt behaupten kann. Den Gewürzstreuer hätten wir getrost zu Hause lassen können. Auch die Konsistenz ist gut: der Kartoffelbrei schön fluffig, der Reis und die Nudeln bissfest und nicht zu hart (wer es weicher mag, muss das Essen einfach etwas länger ziehen lassen). Generell sind die Gerichte, wenn man sich an der Fülllinie orientiert, eher etwas fester und absolut nicht wässrig. Je nach Bedarf kann man die Saucen der Reis- und Nudelgerichte und die Konsistenz des Kartoffelbrei mit heißem Wasser etwas flüssiger machen – ganz nach eigenem Gusto.
FAZIT: Schnell und einfach zubereitete Gaumenfreude, für die man allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen muss!



Hab bis dato in Norwegen nur mal die Bolognese getestet
und fand die auch besser als die Varianten von den deutschen
Herstellern.
Der Preis ist aber schon heftig, da fährt man mit Maggi Pastaria
und Konsorten schon deutlich günstiger. Und das Gehaltvolle ist dann
frisch geriebener Parmesan…schliesslich ist die Käsereibe von
GSI gar nicht so schwer.
Carsten
Habt ihr mal Couscous probiert? Wir nehmen das jeweils als Abwechslung zur Pasta und rühren es dann oftmals in eine Fertigsuppe ein.
Hi, haben wir noch nicht probiert. Couscous gehört aber auch so nicht gerade zu meiner Lieblingsgeschmacksrichtung :)
VG Thomas