Die Wander und Trekking Lust gipfelte letztes Jahr in einem neuen paar Wanderschuhe. Nachdem sie mich jetzt schon 1 Jahr lang durch dick und dünn, bergauf und bergab auf diversen Touren getragen haben, werde ich ihnen hiermit ein wenig huldigen :D


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Wieso sind es die LOWA Tibet GTX geworden? Fest stand nur, dass es Lederschuhe eines deutschen Herstellers sein sollen. Da bekanntermaßen probieren über studieren geht war es eine reine Fußentscheidung. Die Passform ist einfach perfekt für meine Füße und das Probetragen hat mich in Punkto Tragegefühl und Halt überzeugt.

Wie das GTX erahnen lässt, ist der LOWA natürlich kein reiner Lederschuh, sondern eine Kombination aus Leder und Gore-Tex. Während außen Nubukleder verarbeitet ist, findet man innen weich gepolstertes, atmungsaktives Textilfutter und eine Gore-Tex Membrane. Da kann man schon mal vom Glauben „Leder ist das non plus ultra“ abfallen und sich von der Kombi Leder und Gore-Tex überzeugen lassen.

Geschnürt wird im Fussbereich mit Metallösen und am Schaft mit Haken. Die Wasserschutzlasche wird beim Schnüren ebenfalls mit eingehakt und kann so nicht verrutschen.


Lowa_Tibet_GTX_Schnuerung


Egal welches Terrain, die Vibramsohle gibt dank der Steifigkeit und des guten Profils überall Halt. Trotzdem erlaubt der Schuh gutes abrollen des Fusses. Außerdem dämpft und unterstützt die Sohlenkonstruktion an den richtigen Stellen. Durch die „Climbing Zone“ an der Spitze sind auch Klettereinlagen ohne weiteres möglich.

Der hochgezogene Geröllschutzrand stützt den Schuh vor scharfkantigen, spitzen Steinen und Felsen und ist ideal im Fjäll sowie auf alpinen Touren.


Lowa_Tibet_GTX_Geroellschutzrand


Einziges Manko, die Schuhe sind nur bedingt steigeisenfest. Für kurze Strecken sollte das kein Problem darstellen, weil sie für Steigeisen mit Korbaufnahme und Riemenfixierung geignet sind. Allerdings empfehlen sich damit keine längeren Gletscherquerungen.

Die technischen Daten nochmal im Überblick:

  • Außenmaterial: Nubukleder
  • Futter: Gore-Tex
  • Sohle: Vibram
  • Schnürung: Metallösen und Haken
  • Steigeisen: bedingt geeignet, nur Korbaufnahme mit Riemenfixierung
  • Gewicht (Paar bei Größe 39): 1600g
  • verfügbare Farbvarianten: schwarz/graphit, dunkelgrau/navy

Die Schuhe wurden jetzt schon bei jedem Wetter, egal ob Sonne, Regen, Wind oder Schnee sowohl auf kurzen Tagesrunden als auch auf längeren Touren getragen und die Füsse sind dabei eigentlich immer tocken geblieben. Nur ein einziges mal sind die Füße beim Furten nass geworden, weil der Fluss doch tiefer war als ursprünglich angenommen und dann das Wasser von oben rein gelaufen ist :)  Ansonsten sind Flussquerungen bei entsprechender Wassertiefe nicht zuletzt wegen der Wasserschutzlaschen kein Problem. Sollte doch mal was nass werden, lassen sich die Sohlen auch herausnehmen und so recht schnell wieder trocknen.

In Sachen Fußklima ist allerdings auf die Wahl der richtigen Socken zu achten. Wer im Sommer dicke Socken trägt, braucht sich auch nicht wundern wenn man Schweißmauken bekommt. Auch hier hilft nur probieren.

Außerdem ist die Sockenwahl ein wichtiger Faktor bezüglich Blasen. Insgesamt zweimal hab ich mir ordentlich Blasen gerieben, einmal mit einem zu großem Socken und das andere mal mit leicht feuchten Füssen. Socken sind das A und O für ein angenehmes Tragegefühl!

Natürlich spielt auch die richtige Pflege eine große Rolle in Sachen Wasserdichte und Haltbarkeit. Regelmäßiges Wachsen gehört deshalb dazu, wenn man lange etwas von seinen Schuhen haben will. Das Leder meiner Schuhe ist bis auf ein paar Falten und ein paar Kratzer hier und da noch wunderbar. Die intensive Behandlung mit Wachs vor und nach einer längeren Tour ist ein Ritual was bei mir einfach dazugehört.

Die Verarbeitung bzw. Verklebung des Geröllschutzrandes entspricht allerdings nicht zu 100% meinen Qualitätsvorstellungen. Im vorderen Bereich an einer kleinen Stelle beginnt es sich leicht zu lösen. Trotzdem werden mich die LOWA Tibet hoffentlich noch lange auf meinen Wegen begleiten.

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