27.04. – Die Anreise
8:17 Uhr Die Reise in das für uns unbekannte Schottland beginnt. Eine liebe Freundin bringt uns zum Frankfurter Flughafen. Der Flug von unserem Kumpel ging bereits kurz nach 12. Wir (meine Frau und ich) mussten auf unseren allerdings noch bis 16.40 Uhr warten. Also genügend Zeit für die Gepäckaufgabe usw. Noch einmal lecker essen gehen und einen Cappu genießen (wer weis wann man den nächsten bekommt).
Zum Glück ging unser Flug pünktlich und so konnten auch wir im Zeitplan in Edinburgh landen. Unseren Reisebegleiter haben wir dann auch wie vereinbart an der Busstation getroffen. Noch keine 2 Stunden auf schottischem Boden, aber trotzdem gleich mal das nächste Pub besuchen. Die Stunde bis zum Bus nach Glasgow wollte ja sinnvoll überbrückt werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt lief eigentlich alles wie geplant. Doch alles kommt anders als gedacht.
In der Wartezeit ist unser Freund in den nächsten Outdoorladen (BLACKS) um die Gaskartuschen zu besorgen. Ausgestattet mit einer Beschreibung von mir (Internetausdruck mit Typ und Bezeichnung usw.), ist er also losgezogen. Ganz stolz präsentierte er uns seinen Erwerb kurz vor Abfahrt des Busses. Der Typ im Laden hat ihm tatsächlich die falschen verkauft. Arrgghhh. Gut das konnten wir jetzt nicht mehr ändern. Erstens waren alle Läden bereits geschlossen und zweitens war unser BUS kurz vor der Abfahrt.
Gegen 22.00 Uhr sind wir dann auch in Glasgow angekommen und haben uns gleich Richtung Hostel aufgemacht. (Euro Hostel Glasgow) Auf dem Weg dahin sind wir an 2 Läden vorbei gekommen die Gaskartuschen im Angebot hatten. Leider waren die natürlich geschlossen und machten erst am nächsten morgen um 9.30 Uhr die Türen auf. Das war unser nächstes Problem, da der bereits gebuchte Bus nach Inverbeg um 7.00 Uhr geplant war. Da keiner von uns eine Ahnung hatte, ob wir auf unserem ersten Zeltplatz Kartuschen kaufen können, war diese Abfahrtszeit nicht zu halten.
Noch ein PINT und ab ins Bett.
28.04 Glasgow – Beinglas Farm
Immerhin konnten wir ausschlafen. Wenn man das in diesem Schuppen so nennen kann. Naja die Betten waren sauber und man hatte eine Dusche auf dem Zimmer. Nach den Hostels die wir später noch so kennengelernt haben purer Luxus.
Pünktlich 9.30 Uhr standen wir vor dem ersten Laden und haben nun die richtigen Kartuschen kaufen können. Unsere Bus-Tickets konnten wir dann zu unserer Überraschung ohne Probleme auf einen späteren Bus umbuchen. Gegen Mittag dann die Ankunft am Inverbeg Hotel. Hier sollte die Fähre abfahren in Richtung Rowardenan Lodge um 10.00 Uhr. Natürlich verpasst und die nächste würde erst 14.30 Uhr fahren. Dumm gelaufen. Solange wollten wir nicht warten, also wurde beschlossen den See auf westlicher Seite zu umrunden. Schließlich lagen noch einige Kilometer vor uns und die Tageszeit war schon recht weit fortgeschritten.
Die ersten 7 km bis Tarbet vergingen wie im Flug und Loch Lemond sieht auch von dieser Seite schön aus.
Eine Pause hatten wir uns aber verdient. Die Touristeninformation in Tarbet inklusive öffentlicher Toilette war der Ideale Ort dafür. Zufällig war dort aber auch ein Boot am Steg zu sehen und zufällig wollte das auch eine kleine Rundtour starten.
Wir kurzerhand ein Onewayticket auf die andere Seeseite gebucht. Super der fährt auch noch in unsere Richtung. Die Anlegestelle war das Inversnaid Hotel. So sind wir doch noch zu unserer Bootsfahrt gekommen und wieder auf dem richtigen Weg.
Nun begann aber auch mit Abstand der schwerste Teil des Tages. Die Strecke Inversnaid nach Inveranan ist doch nicht ganz ohne. Und das noch mit vollem Marschgepäck.
Aber was solls so werden wir wenigstens warm. Die paar kleineren Hügel bis zur Beinglas Farm haben wir dann aber auch noch geschafft. Es wurde schon leicht dunkel als wir angekommen sind. Ich persönlich war heil froh als das Zelt dann stand. Noch einen zusätzlichen Kilometer nach den 20 zurückliegenden hätte ich an diesem Tag glaube nicht mehr geschafft.
Obwohl es extrem lecker aus dem Restaurant gerochen hat, haben wir uns an diesem Abend mit einer Outdoormahlzeit begnügt. Der Rucksack muss einfach leichter werden. Noch kurz unter die Dusche und ab ins Zelt. Mit der Hoffnung das morgen die Schmerzen aus den Beinen verschwunden sind.
29.4 Beinglas Farm – Tyndrum (Auchtertyre)
08:45 Uhr Die Nacht war wirklich gut. Die meisten Wehwehchen konnten durch den Schlaf vernichtet werden. Das Müsli wurde schnell verhaftet und dann ging es auch schon wieder ans Packen. Ab diesen Tag ging das Packen immer richtig schnell. Wir mussten zu jedem Zeitpunkt mit Regen rechnen.
Auf dem Weg kamen wir dann an eine recht lustige Stelle. Sicher ist diese auch schon mal in einem andern Reisebericht erwähnt worden. Auf alle Fälle hatten meine Mitwanderer einen riesen Spass, als ich mit meinem 1,93m hier durch musste.
An diesem Tag hatte sich dann das erste mal mein defektes Knie zu Wort gemeldet. Ab Kilometer 10 konnte ich es deutlich spüren. So kam es wie es kommen musste. Ca. 3,5km vor Tyndrum war noch ein anderer Campingplatz auf der Karte markiert. (Auchtertyre WigWam Superstore Campingplatz) Mir war klar das wir dadurch am nächsten Tag genau diese Kilometer mehr laufen müssten, dass war mir dann aber auch egal.
In dem Shop gab es nix zu erwerben außer vergammelte Lebensmittel und das hinterlegen der WigWam Miete. Das „Personal“ war eher unfreundlich und die Sanitären Einrichtungen…. Sagen wir mal so: Ein Camp im Wald wäre besser gewesen. Die hatten nicht mal Bier SKANDAL. Nun schlafen kann ich aber überall und zum weiterlaufen hatte ich aus oben genannten gründen keinen Bock mehr. Wir bleiben also hier für diese Nacht. Und weil ich weich bin konnte ich meine Mitstreiter noch dazu überreden eines dieser super WigWams zu mieten. Naja immerhin konnten wir so gemeinsam im Trockenen unser Fertigfutter verarbeiten. Der am Tag zuvor handgepflückte Bärlauch vom Loch Lemond wurde gleich mit verkocht. (Zum Glück haben alle davon gegessen)
Und noch 2 Bilder von unterwegs. Leider konnten wir auch an diesem Tag wie so oft auf dieser Tour nicht viele Bilder machen durch den anhaltenden Schottischen Regen aus allen Richtungen. Aber es gehört halt auch irgendwie dazu.
30.4 Tyndrum – Bridge of Orchy
08:00 Autsch – und wieder habe ich mir den Kopf im zu kleinen WigWam angestossen. Damit war eine recht unruhige Nacht zu ende. Am Morgen habe ich dann auch festgestellt warum. Irgendwer hatte die Heizung angelassen und es war extrem warm im Innenraum.
Der erste Blick nach draußen lies aber für heute nichts gutes erwarten. Typisches Schottlandwetter war mein erster Gedanke. Das sollte auch den ganzen Tag so bleiben.
Nach den ca. 4 km bis zum „Supermarkt“ in Tyndrum entschlossen wir uns dann auch die Regenhosen anzuziehen. Bei mir wahrscheinlich eher nicht, aber bei meiner Frau haben sich die Bauarbeiter am Straßenrand über den kleinen Strip gefreut. Und nein, ich habe keine Fotos gemacht! Die weitere Strecke bis nach Bridge of Orchy verlief recht flach und wir kamen gut voran. Auch weil wir durch den starken Regen, sowie Wind nicht wirklich Lust auf Pause hatten. Nach 5 Minuten mussten wir meist weiter wegen der Kälte. Des weiteren geht es mir zumindest so, dass ich mit Rucksack lieber laufe als rumstehe. Da schmerzen die Füsse nicht so.
Auch an diesem Tag zogen wir das Bunkhouse dem Zeltpaltz vor. Nachdem wir geduscht und umgezogen waren, sowie die Klamotten zum Trocknen gehängt hatten, ging es sofort ins Pub bzw. Restaurant. Das Essen empfanden wir als sehr gut und an diesem Abend konnten wir auch die erste Begegnung mit unserem späteren Lieblingsbier machen.
Am frühen Abend kam dann doch noch die Sonne raus. Das ging uns irgendwie oft in diesem Urlaub so. Tagsüber Regen ohne Ende. Am Abend dann Sonne als ob den ganzen Tag Bombenwetter gewesen wäre. Wir nutzen das schöne Wetter um noch den nächstgelegenen Geocache am Bahnhof zu machen, sowie für das ein oder andere Foto.
Mit schmerzendem Knie ging es dann an diesem Tag zeitig ins Bett.
1.5 Bridge of Orchy – Kingshouse Hostel
Ein Tag den ich am liebsten schnell überspringen würde. Gleich nach dem aufwachen war ich schon fertig mit der Welt. Auch heute wieder Regen über Regen. Nun hatte ich ein größeres Problem.
Schon auf der Strecke gestern wo wir aufgrund des Wetters kaum Pausen machen konnten, ist mir mein Knie fast ausgestiegen. Heute stand aber die erste „echte“ Bergetappe an und mit 20km auch nicht gerade die kürzeste. Da ich noch etwas vom Urlaub haben wollte, entschied ich mich heute das ganze mit dem Bus abzukürzen. Das fiel mir nicht leicht. Fühlt sich so ein bißchen wie Selbstbetrug an. Meine Laune war somit auf dem Nullpunkt.
Meine beiden Mitstreiter haben sich auf den Weg gemacht inklusive Gepäck. Schließlich wollen wenigstens Sie zum Schluss sagen alles geschafft zu haben. Die Kamera hatte ich allerdings dabei. Darum gibt es absolut 0,0 Bilder von der Strecke. Wäre bei dem „Sauwetter“ aber wohl eh mal wieder nicht möglich gewesen.
Schon im Bus auf dem Weg zum Kingshouse Hotel war ich allerdings ganz froh diese Weg gewählt zu haben. Extremer Regen, Hagel und Wind. Wie sich später herausstellt war das die ganze Strecke so. Regelmäßige längere Erholungspausen wären also nicht drin gewesen.
Immerhin erfüllte ich an diesem Tag noch einen nützlichen Zweck. Ich konnte das Zimmer klar machen. Meine Frau erzählte mir später, dass sie von zwei Wanderern überholt wurden (allerdings nur kurzfristig – quasi zu einem späteren Zeitpunkt wieder locker überholt), die sich schon leicht lustig gemacht haben. Nach dem Motto: „Beeilt euch mal das ihr noch ein Zimmer bekommt.“ Die wussten natürlich nicht von dem Joker in Form von meiner Person.
Tja, was habe ich den ganzen Tag gemacht…… Ich musste in diesem Raum vor dem warmen Kamin sitzen und ein Buch lesen.
Von hier konnte ich beobachten wie sich das Wetter entwickelte. Sagen wir so: Es hat sich nichts verändert.
13.30Uhr… ich konnte meinen Augen kaum trauen, standen die beiden im Zimmer. Diese Strecke mal locker inklusive kurzer Pausen in 4 Stunden abgerissen. Ohne mich und getrieben vom Sauwetter waren sie einfach unschlagbar schnell. Meinen Respekt. Wir hatten also viel Zeit noch den Rest des Tages gemütlich zu chillen.
Am Abend wie soll es anders sein hörte es auf zu Regnen. Ein paar andere Wanderer haben leider keine Zimmer mehr bekommen und mussten auf der Insel zelten, die kurz vor der Überflutung stand.
Bei einer Partie Billiard und einem lecker Abendbrot haben wir den Tag ausklingen lassen.
2.5 Kingshouse Hotel – Kinlochleven
Die Nacht war schnell vorbei und wir hatten alle recht gut geschlafen. Ich fühlte mich recht fit. Was wohl auch an meinem Tag Pause gestern lag. Nach dem Frühstück im Bett (Müsli wie immer) ging es dann auch schnell auf die Piste. Heute erwartete uns wieder eine recht bergige Strecke. Nach dem Aufbruch noch ein kurzer Blick zurück zum Kingshouse Hotel.
Für mich war das heute der erste richtige Tag in den Highlands. Zumindest so habe ich sie mir vorgestellt.
Das einzige was uns wirklich langsam genervt hat, ist dass der Wanderweg fast ständig an irgendwelchen Strassen entlang führte. Manchmal hat man sie nicht gesehen, aber fast immer gehört. Das hat ein wenig die Stimmung „versaut“. Heute standen die Devil’s Staircase auf dem Programm. Da wir recht flott unterwegs waren und es bis zu diesem Zeitpunkt ausnahmsweise mal nicht geregnet hatte, es kam sogar mal kurz die Sonne raus, haben wir uns vor dem Anstieg noch eine kleine Pause gegönnt. Kurze Zeit später als wir fast oben waren gleich die nächste Pause. Zeit für ein paar Fotos zurück.
Das war auch eine gute Entscheidung, weil diese ein paar Minuten später nicht mehr möglich gewesen wären. Kurz vor dem Gipfel war Schluss mit lustig. Innerhalb von Sekunden sahen wir aus wie Schneemänner bzw. -frauen. Hagel & Sturm aus heiterem Himmel. Wetterwechsel im Minutentakt. Der wurde auch glücklicherweise beibehalten. Ca. 10 Minuten später. Den Gipfel hatten wir bereits überschritten sah es dann wieder so aus:
Und der Blick zurück zum „Sauwetter“
Sieht eigentlich harmlos aus die Wolke ^^
Für mich kam aber nun der schwierigste Teil der Strecke. Bergab muss das Knie leiden. Gut das die Treckingstöcke hier schlimmeres verhindern können. Bis Kinlochleven ging es nun fast nur noch den Berg runter. Die Ortschaft wurde mit Ziel Campingplatz schnell durchquert. Der wurde auch bereits gegen 15.00 Uhr erreicht. Wir hatten also wieder genügend Zeit ein kurzes Sonnenloch abzuwarten und unser Zelt im Trockenen aufzubauen. Im Anschluss wurde der Aufwaschtrockenheizungsraum zum Kochen missbraucht. Von einem netten schottischen Angler haben wir dann auch gleich zur Begrüßung noch 2 Dosen Bier in Empfang nehmen dürfen. Ich erwähnte schon das die Schotten ein wirklich netten Völkchen sind? Der Abend wurde wie so oft im Pub abgeschlossen. Und die Dartscheibe hat noch für etwas Unterhaltung gesorgt.
3.5 Kinlochleven – Fort William (Campingplatz Glen Nevis)
Auch dieser Tag wollte uns nicht mit Sonne begrüßen. Gut wir konnten uns nicht beschweren. Es hat nur leicht genieselt. Nach dem Frühstück schnell das Zelt zusammengebaut und dann ging es auch schon los. Schließlich erwartete uns heute mit 22km wieder eine recht lange Tour. Diese begann auch nicht ohne. Gleich am Start mussten einige Höhenmeter überwunden werden. Ich kann euch sagen nach diesem Anstieg war ich gut aufgewärmt und munter.
Auch hier wieder ein kurzer Blick zurück. Aus diesem Tal sind wir gekommen. Ich hoffe man kann auf dieser Bildgröße auch gut die Regenwolken erkennen. Mal wieder Wetterwechsel im Minutentakt heute. Sonne, Regen und später noch mehr.
Wir setzten also unseren Weg durch die schöne Landschaft fort.
Ja auch etwas Schnee lag noch auf den Bergen:
Das war dann schon fast am Ziel. Ich brauchte eine kurze Pause und in meinem Blickfeld tauchte das erstemal der Ben Nevis auf. (zumindest bewusst)
Im Anschluss ging es dann noch einige Kilometer durch den Wald. Was allerdings dann gekommen ist, hat mich geärgert. Der schöne Weg wurde wohl in der Wegführung geändert. Auf einmal verlief der WHW auf einer fetten im Bau befunden Strasse. Die letzten Kilometer bis zum Campingplatz waren also nicht mehr wirklich die schönsten. Angekommen sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein. Wir machten uns gleich an den Zeltaufbau und untersuchten die Sanitären Einrichtungen der Anlage. Die ganze Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck und man kann sie nur uneingeschränkt empfehlen.
4.5 Ben Nevis Glen Nevis – Fort William
Heute stand der Ben Nevis auf unserem Programm. Aber wie heißt es so schön: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aufgrund unserer Erfahrung mit dem schottischen Wetter haben wir gestern, bevor es in die Zelte ging noch ausgemacht, dass wir bei Regen die Besteigung des Ben Nevis ausfallen lassen…jetzt ratet mal von was wir am morgen geweckt worden?
Das Trommeln der Regentropfen auf der Zeltwand hat mich förmlich aus meinem Schlaf gerissen und ich denke nur: “Danke Schottland, ich mag dich auch!” Bis Mittag hat es wie aus Kannen gegossen und vom Ben Nevis war außer Nebel nix zu sehen. So fiel unser Unternehmen sprichwörtlich ins Wasser. Den ganzen Tag wollten wir dann aber auch nicht auf dem Campingplatz verbringen und nutzen deshalb eine kleine Regenpause um den Endpunkt des West Highland Way zu erreichen. Nur 4km. Ein Klacks nach den vergangenen Tagen.
Und dann liegen auch noch 3 Caches auf dem Weg nach Fort William. Ok, einen kleinen Umweg müssen wir einplanen. Deshalb haben wir mehrstimmig entschieden (Tomie war leider in der Unterzahl) den Cow Peak Path nach Fort William zu nehmen. Nach dem steilen Anstieg durch den Wald erwartete uns mal wieder Sturm und Regen über der Baumgrenze. Natürlich hatte keiner von uns seine Regenbekleidung dabei. Typisch! Nachdem alle Caches gefunden waren und wir genug von der eingeschränkten Aussicht auf Fort William und Glen Nevis hatten, ging es nur noch bergab.
Irgendwie wollte der Weg kein Ende nehmen. Aber dann tauchen Häuser vor uns auf und ich fand eine Abkürzung, die uns direkt in eine Wohnsiedlung in Fort William geführt hat. Unsere Hosen waren klatschnass und die Motivation am Boden, dazu hatten wir die Ortientierung total verloren, da kam der Bus vor uns wie gerufen. Alle rein und ab ins Zentrum von Fort William. Am Endpunkt angekommen, konnte man nur Erschöpfung in unseren Gesichtern ablesen – alle wollten einfach nur ins Trockene, jeder rang sich noch ein “YEAH, geschafft!” ab und dann stürmten wir den Souvenirstore.
Für heute hat es sich ausgelaufen, wir lassen uns mit dem Taxi zurück zum Campsite fahren und freuen uns auf unser Abendessen im Glen Nevis Resturant. Dort hatten wir jede Menge Spass, dank unseres trotteligen Kellners – wir sind noch immer am Zweifeln, ob der einen Whisky zuviel hatte, uns verarschen wollte oder einfach so drauf ist. Auf jeden Fall war das ein gelungener Abschluss unserer West Highland Way Tour.



[...] diversen Proberunden mit realistischer Zuladung ging es dann im April auf dem Westhighland Way also mit dem neuen Prachtstück auf [...]